Manchmal mache ich lange Spaziergänge durch den Wald. Es gibt da diese riesigen Ameisenhaufen. Ich beobachte gern von Weitem die vielen kleinen Bewegungen. Wenn ich mir früher vorgestellt habe, so eine kleine Ameise zu sein, kam ich mir in der Masse an kleinen Tierchen immer ein wenig verloren vor. Alle Ameisen sehen auf den ersten Blick gleich aus und es herrscht so viel Bewegung in diesem Häufchen Leben, dass die einzelnen Individuen kaum voneinander zu unterscheiden sind.
Wenn ich mir dann so vorstellte, wie Welt wohl aus dem Weltall aussehen mag, dann überkam mich früher manchmal ein mulmiges Gefühl. Geht es dir manchmal auch so?

Was siehst du, wenn du dir deinen Anteil an der Bewegung auf der Welt vor Augen hältst? Siehst du Bewegung? Oder denkst du, dass dein Einfluss so klein ist, dass du ihn von oben gar nicht wahrnehmen könntest?

Tatsächlich hast du viel mehr Einfluss als du mit deinen Augen oder Ohren wahrnehmen kannst! Und du hast viel mehr Möglichkeiten als es dir in diesem Moment bewusst sein mag!

In meinen Seminaren erlebe ich oft Teilnehmerinnen, die in einem Moment sehr genau wissen, was sie wollen, voller Energie sind und einen klaren Blick für ihr Ziel haben, und im nächsten Moment sind sie wieder blind dafür und haben Angst, den nächsten Schritt zu gehen.
Und das ist vollkommen normal. Es gibt Phasen, in denen man vorwärts kommt, es läuft und es könnte nicht besser sein, und im nächsten Moment sieht man sich vor einer Mauer ohne das Werkzeug diese zu überwinden.

Gerade solche Phasen zu überstehen lässt dich wachsen!

Es gibt da eine Übung von Chade-Meng Tan, einem begnadeten Autor und sehr ausgeglichenem Menschen.
Er nennt diese Übung “The Power of Gone”, also die Macht des Vergangenen.
Mit dieser Übung trainiert man vergangene Momente oder Gefühle bewusst als vergangen wahrzunehmen, um sich selbst wieder neu zu erkennen und wieder klar denken zu können.

Manchmal gibt es Situationen im Leben, bei denen man sich weder seinen aktuellen Gefühlen noch der aktuellen Lebenssituation direkt stellen mag. Es würde in diesem Moment einfach keine Lösung geben und die Konsequenz wäre Lethargie. Dies ist aber keine erstrebenswerte Lösung. Was allerdings erstrebenswert ist, ist es sich bewusst zu machen, dass jeder Moment, jede Emotion, die wir fühlen, bereits im nächsten Moment der Vergangenheit angehört.
Dies kann in Situationen, in denen die Gefühle zu große Trauer auslösen würden, ein Licht in weiter Ferne sein, dem man sich mit einem wohligen Gefühl der Sicherheit zuwenden kann, wenn nichts anderes mehr geht.

Probier das doch das nächste Mal aus, wenn du mal wieder das Gefühl hast, nichts würde funktionieren!

Wenn ich den Ameisenhaufen heute ansehe, dann sehe ich Stärke, von vielen kleinen Individuen, aber auch von jedem einzelnen Lebewesen.
Jedes trägt seinen Teil zum großen Ganzen bei.

Und du, ja genau du, du kannst noch viel mehr als eine kleine Ameise! Du kannst eine richtig große Delle ins Universum hauen, und das Leben von Millionen von Menschen mit deiner Vision verbessern!

Die Welt braucht genau dich, und es wäre fatal, wenn du dich zurückhältst und es den Menschen nicht gönnst, von deinem Wissen, von deiner Expertise und von deiner guten Energie zu profitieren!
Geh also daraus und bring Bewegung in die Welt!

Wenn du dir ein bisschen mehr Inspiration von mir wünschst, dann schau doch mal auf meinem Youtube-Kanal vorbei: Link

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