Warum du keinen Ballast mit dir herumschleppen solltest

Sicher hast du auch diese Situationen in deiner Erinnerung, an die du nur zurückdenken brauchst, und schon brausen negative Emotionen heran. Ungelöste Wut, unausgesprochene Fragen, immer wiederkehrende Gefühle von Scham und Reue – und das kann von den kleinsten Dingen ausgelöst werden. 

Ich will dir heute erklären, was du dagegen tun kannst. Denn – davor können wir uns nicht verstecken: Je älter wir werden, mit jedem einzelnen Tag, sammeln wir neue Erinnerungen an. Manche positiv, aber auch manche negativ. Und wenn wir nicht lernen, mit diesen Erinnerungen abzuschließen, dann fangen sie an, unser Unterbewusstsein zu bestimmen. Sie lenken uns auf Wege, die uns zurückführen, statt voran. Und sie trüben immer wieder deine Stimmung, wenn es eigentlich gar keinen Grund dazu gibt – vielleicht nur ein Geruch, eine Bemerkung oder ein Foto oder irgendetwas, das deine Erinnerung wachgerufen hat.

Wie du mit negativen Erinnerungen abschließen kannst

Natürlich gibt es traumatische Erlebnisse, mit denen man nicht so einfach ohne Hilfe abschließen kann. Auf solche Erinnerungen beziehe ich mich hier nicht, denn dafür empfehle ich professionelle Unterstützung. Es gibt aber auch viele andere negative Erlebnisse, wie gescheiterte Beziehungen, berufliche Misserfolge, peinliche Momente und Fehler, die uns wie Gespenster verfolgen und immer wieder durch den Kopf spuken. Und je mehr wir davon haben, desto gehetzter fühlen wir uns: Immer wieder durchleben wir diese Momente und gehen schwächer und mit weniger Motivation durch den Alltag. 

Mir sind Pferde da immer ein gutes Vorbild: Auch sie haben natürlich Erinnerungen. Aber sie grübeln nicht lange, wenn sie an einer Stelle des Weges stolpern – sie laufen dort das nächste Mal einfach vorsichtiger. Und so ist das mit vielen Erinnerungen: Unser Gehirn behält sie nicht, um uns zu beschämen, sondern damit wir daraus lernen. Das Problem dabei ist, dass unsere Erinnerungen immer zwei Ebenen haben. Nämlich das, was passiert ist, und das, was wir dabei gefühlt haben. Und oft übernimmt die Gefühlsseite – so plagen uns Erinnerungen an Probleme in der Schule immer noch, wenn wir längst beruflich erfolgreich sind.

Du kannst dich also fragen: Was hat diese negative Erinnerung mit deiner Situation heute zu tun? Gibt es überhaupt noch etwas, das du daraus lernen kannst? Auch wenn du an eine Erinnerung an Misserfolg eine Erinnerung an einen späteren Erfolg anknüpfst, verliert sie ihre einschüchternde Wirkung. Vielleicht nicht sofort – aber sie wird immer schwächer. Und eines Tages wirst du darüber vielleicht sogar schmunzeln können. 

Denn für die Vergangenheit gilt genauso wie für die Zukunft: Du gestaltest dein Glück selbst und solltest dich dabei nicht von dir selbst aufhalten lassen!

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