Die Geschichte mit den Urzeitkrebsen

Also ich weiß ja nicht, wie dir das geht, aber ich war nie so sonderlich geduldig. Schon als Kind konnte ich die schönen Dinge des Lebens nicht erwarten.
Und natürlich hatte ich einen ganz anderen Fokus und habe viel viel kurzfristiger gedacht und im Moment gelebt, wie man das als Kind nun mal so macht. 

Was eigentlich auch ganz herrlich ist. Wenn es einem als Kind gut geht, dann geht es einem wirklich gut. Dann lebt man diesen köstlichen Moment, in dem man an einem Eis schleckt, komplett aus. Und macht sich keine Gedanken über die Kostendeckung der Krankenkasse, falls das Eis Karies hervorrufen sollte und man bei einem Zahnersatz vielleicht durch die zu hoch gewählte Selbstbeteiligung ein Vermögen verlieren würde. 

NEIN! 

Man leckt einfach nur an seinem super leckeren Eis und kann es eigentlich gar nicht erwarten gleich noch ein zweites zu haben. 

Oder ein anderes Beispiel. Ich habe als ich klein war mal so einen Experimentierkasten bekommen. Da war ein Experiment mit Ursteinkrebsen drin. Ich habe schon immer Tiere geliebt, daher wollte ich dieses Experiment unbedingt machen. Lange Rede, kurzer Sinn, das Experiment scheiterte. Schon als ich las, dass das ich sieben Tage benötigen würde, um die ersten lebendigen kleinen Tierchen in der Petrischale beobachten zu können, schmiss ich das Zeug in die Ecke und widmete mich einer anderen Sache. 

Inzwischen habe ich mich da ein bisschen verändert. Denn Geduld ist eine wirklich wichtige Eigenschaft. Wie oft suchen die jungen Menschen Abkürzungen auf dem Weg zum Erfolg und verpassen dadurch so wichtige Lernzwischenstände, ohne die sie ihr Ziel niemals erreichen, weil ihnen die feste Grundlage fehlt. 

Apropos feste Grundlage. Ich habe dazu neulich eine sehr schöne Geschichte gehört, die ich an der Stelle für dich wiedergeben möchte: 

“Es waren einmal zwei Frösche. Die waren in einen Milchkrug gefallen. Sie strampelten um ihr Leben, um diesem Milchkrug zu entfliehen. Sie strampelten und strampelten. Am Ende des Tages sagte der eine Frosch zum anderen: “Wir strampeln schon den ganzen Tag, das wird eh nichts mehr.” Er hörte auf zu strampeln und ertrank. Der zweite Frosch strampelte weiter und über Nacht wurde die Milch durch das Strampeln zu Butter. Er fand Halt, konnte sich abstützen und dem Milchkrug entfliehen.”

Egal an welcher Stelle du in deinem Leben gerade steckst, und wie ungeduldig du bist, dass sich diese oder jene Sache möglichst schnell ändert – du bist schon so weit! Du arbeitest bereits an dir! Damit bist du weiter als 90% aller Menschen auf diesem Planeten!
Sei also einfach mal gut zu dir selbst, mach dir deine kleinen Fortschritte bewusst, führe wenn du magst auch Buch über deine Erfolge, wie klein sie auch sein mögen, und gib nicht auf! Du kannst so stolz auf dich sein, dafür, wo du dich im Moment befindest! Feiere dich und liebe dich selbst dafür! 

Wenn du das “dich selbst feiern” und das “dich selbst lieben” noch ein bisschen üben möchtest, dann kann ich dir mein Seminar wärmstens empfehlen. Du wirst merken, du bist nicht allein und in einem Kreis voller Gleichgesinnter lässt es sich viel angenehmer an solchen Dingen arbeiten. Das verspreche ich dir! Ergreif also diese Chance! Du wirst es nicht bereuen! 

Büro: Franziska Müller /
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