Die 5 größten Lügen, mit denen sich Frauen mit Pferd selbst klein halten
Warum du trotz Wissen und Erfahrung den Schritt in die pferdegestützte Coaching Ausbildung nicht gehst – und was wirklich dahintersteckt.
Autorin: Franziska Müller · Gründerin MindMirror® Academy · Über 700 ausgebildete Coaches · Über 20 Jahre pferdegestütztes Coaching
Zusammenfassung: Die meisten Frauen, die Pferdecoach werden wollen, scheitern nicht an fehlendem Wissen. Sie scheitern an fünf Sätzen, die sie sich jeden Tag selbst erzählen – Sätze, die sich anfühlen wie Vernunft, aber in Wirklichkeit Vermeidungsstrategien sind. Dieser Artikel erklärt die psychologischen Mechanismen dahinter und gibt dir zu jeder Lüge eine konkrete Übung, die du heute noch umsetzen kannst.
Inhaltsverzeichnis
- Warum dein Wissen nicht das Problem ist
- Lüge 1: „Erst wenn ich alles mit meinem Pferd richtig mache, darf ich den nächsten Schritt gehen.“
- Lüge 2: „Mit Pferden kann man kein Geld verdienen.“
- Lüge 3: „Es muss hart sein, sonst ist es nichts wert.“
- Lüge 4: „Was sollen die anderen denken?“
- Lüge 5: „Ich bin zu spät dran – der Markt ist voll.“
- Was jetzt zählt
- Häufig gestellte Fragen
Warum dein Wissen nicht das Problem ist
Ich habe über 700 Coaches ausgebildet. Und wenn ich eines dabei gelernt habe, dann das: Das Problem ist fast nie das fehlende Wissen. Es ist auch nicht das Pferd, der Markt oder die falsche Ausbildung. Das Problem ist die Geschichte, die du über dich selbst glaubst.
Fünf dieser Geschichten begegnen mir so häufig, dass ich sie inzwischen im Schlaf erkenne. Fünf Sätze, die sich anfühlen wie Wahrheiten – aber die in Wirklichkeit die größten Lügen sind, die dein Kopf je gebaut hat. Und kein Wochenendseminar wird daran etwas ändern, solange du sie nicht erkennst.
Wenn du mit dem Gedanken spielst, eine pferdegestützte Coaching Ausbildung zu machen, oder wenn du längst qualifiziert bist und trotzdem nicht losgehst – dann lies weiter. Mindestens drei dieser Lügen werden dir bekannt vorkommen.
Lüge Nr. 1: „Erst wenn ich alles mit meinem Pferd richtig mache, darf ich den nächsten Schritt gehen.“
Das ist die eleganteste Form der Selbstsabotage, die ich kenne. Weil sie aussieht wie Qualitätsbewusstsein. Wie Gründlichkeit. Wie Professionalität.
Aber es ist etwas ganz anderes: Es ist Angst, verkleidet als Anspruch.
Du benutzt dein Pferd als Alibi für dein eigenes Nicht-Handeln. Du sagst „Ich muss erst noch an meinem Pferd arbeiten“ – aber was du eigentlich sagst, ist: „Ich habe Angst, dass ich nicht gut genug bin, und solange ich am Pferd arbeite, muss ich mich dieser Angst nicht stellen.“ Das Pferd wird zur Ausrede. Und das Schlimmste daran: Du merkst es nicht, weil sich die Ausrede anfühlt wie Liebe.
Dein Gehirn hat gelernt, dass Vorbereitung sich sicher anfühlt. Handeln nicht. Also tut es alles, um dich in der Vorbereitung zu halten – und es ist verdammt kreativ darin. Es gibt dir das Gefühl von Produktivität, während du in Wahrheit auf der Stelle trittst. Noch ein Kurs. Noch ein Buch. Noch ein Lehrgang. Du verwechselst Konsum mit Fortschritt.
Ein Pferd ist nie fertig. Es gibt immer etwas, das noch besser sein könnte. Die Anlehnung. Das Vertrauen. Die Reaktion auf den Schenkel. Du kannst dein ganzes Leben damit verbringen, es „erst noch richtig zu machen.“ Du hast dir den perfekten Verbündeten für deine Vermeidung ausgesucht.
Ich sage dir etwas, das du vielleicht noch nie gehört hast: Du warst vor drei Jahren schon bereit. Dein Wissen reicht. Deine Erfahrung reicht. Was fehlt, ist nicht der nächste Lehrgang. Was fehlt, ist die Entscheidung.
Übung – der Bereitschafts-Test: Nimm ein Blatt Papier. Schreib oben drauf: „Was würde ich tun, wenn ich ab morgen bereit wäre?“ Dann schreibst du drei konkrete Schritte auf – Dinge, die du in den nächsten sieben Tagen tun könntest, so wie du jetzt bist, mit dem Pferd, das du jetzt hast. Und dann machst du den ersten davon. Morgen.
Lüge Nr. 2: „Mit Pferden kann man kein Geld verdienen – das ist Berufung, kein Beruf.“
Dieser Satz ist das Grab, in dem mehr Pferdeträume liegen als in jedem gescheiterten Business-Plan.
Er funktioniert so gut, weil er moralisch aufgeladen ist. Er sagt nicht nur „Du wirst damit kein Geld verdienen.“ Er sagt: „Wenn du damit Geld verdienen willst, dann liebst du es nicht richtig.“ Als ob Leidenschaft und wirtschaftlicher Erfolg sich gegenseitig ausschließen. Als ob du dich entscheiden müsstest zwischen Sinn und Einkommen.
In Berufen, die als „Berufung“ gelten, akzeptieren Menschen systematisch schlechtere Bezahlung, längere Arbeitszeiten und weniger Grenzen. Weil sie glauben, es wäre undankbar, mehr zu verlangen. Die Pferdewelt ist ein Paradebeispiel dafür.
Und jetzt hör genau zu, weil das sagt dir sonst niemand: Jedes Mal, wenn du deinen Preis senkst, weil du denkst „Das kann ich doch nicht nehmen“, bringst du deinem Gehirn bei, dass deine Arbeit wenig wert ist. Dieser Pfad wird mit jeder Wiederholung breiter. Irgendwann ist er eine Autobahn. Und der Pfad „Meine Arbeit hat einen hohen Wert“ ist ein zugewachsener Trampelpfad.
Eine fundierte pferdegestützte Coaching Ausbildung ist keine Ausgabe. Sie ist eine Investition – in ein Business, das auf psychologischer Tiefe steht, nicht auf hübschen Instagram-Posts.
Übung – der Wert-Vergleich: Schreib deinen aktuellen Stundensatz auf. Daneben, was eine Physiotherapeutin nimmt. Was eine Psychologin nimmt. Was ein Business-Coach nimmt. Und dann frag dich: Warum ist meine Arbeit weniger wert? Weil ein Pferd dabei steht? Das Pferd macht deine Arbeit nicht weniger professionell. Es macht sie einzigartiger. Und Einzigartigkeit ist das Gegenteil von billig.
Lüge Nr. 3: „Es muss hart sein, sonst ist es nichts wert.“
Die Pferdewelt hat einen Opferkult. Wir feiern die Frau, die um fünf Uhr morgens im Stall steht, bevor die Kinder wach sind. Wir bewundern die, die bei minus zehn Grad longiert. Wir respektieren die, die auf Urlaub verzichtet, weil das Pferd Beschlag braucht. Und wenn eine Frau sagt „Ich bin total fertig, aber ich zieh das durch“ – bekommt sie Applaus. Applaus fürs Aushalten.
Dein Nervensystem lernt daraus eine einzige Lektion: Wert entsteht durch Schmerz. Leichtigkeit ist verdächtig.
Dein Selbstbild hat ein einprogrammiertes Level für Anstrengung. Jedes Mal, wenn dein Leben leichter wird als dieses innere Setting erlaubt, drehst du unbewusst die Spannung hoch. Du sabotierst die Leichtigkeit, weil sie sich falsch anfühlt. Du erschaffst Kämpfe, wo keine sein müssten – weil Kämpfen das Einzige ist, wofür du jemals Anerkennung bekommen hast.
Du hast Schmerz und Identität miteinander verschmolzen. Du weißt gar nicht mehr, wer du bist, wenn du nicht kämpfst. Der Kampf gibt dir das Gefühl, dass du es verdienst. Und in dem Moment, wo alles leicht geht, fühlst du dich schuldig.
Das ist auch der Grund, warum so viele Frauen in der Pferdewelt kurz vor dem Burnout stehen und es Hingabe nennen. Die Körpersymptome sind da – der kaputte Rücken, die Schlafstörungen, die gereizte Stimmung – aber das Narrativ ist stärker: „Ich gebe halt alles für mein Pferd.“ Nein. Du gibst alles, weil du nicht gelernt hast, dass du auch etwas zurückbehalten darfst. Für dich.
Und dein Pferd zeigt dir den Ausweg. Jeden Tag. Ein Pferd sucht immer den Weg der geringsten Spannung. Es wählt Leichtigkeit. Es bietet Weichheit an. Und was tust du? Du interpretierst seine Leichtigkeit als Faulheit.
Eine gute pferdegestützte Coaching Ausbildung bringt dir genau das bei: nicht härter zu arbeiten, sondern ehrlicher hinzuschauen. Auf dich. Auf deine Muster. Auf das, was dein Pferd dir zeigt, wenn du aufhörst, dagegen zu arbeiten.
Übung – das Leichtigkeits-Protokoll: Beobachte dich eine Woche lang: Jedes Mal, wenn etwas gut läuft – am Pferd, im Job, in einer Beziehung – achte darauf, was du danach tust. Suchst du sofort nach dem nächsten Problem? Relativierst du den Erfolg? Sagst du „Ja, aber…“? Schreib es auf. Du wirst ein Muster erkennen. Und allein das Erkennen verändert es.
Lüge Nr. 4: „Ich kann doch nicht einfach mein Ding machen – was sollen die anderen denken?“
Die Stallgasse ist das härteste soziale System, das ich kenne. Härter als jedes Büro. Weil es persönlicher ist. Weil dein Pferd dein Herzstück ist. Und weil jede Veränderung, die du machst, sofort sichtbar ist.
Du wechselst die Reitweise – Blicke. Du buchst eine Ausbildung – Flüstern. Du sagst, du willst dich selbstständig machen – mitleidiges Lächeln. „Ach, die will jetzt auch Trainer werden.“
Und dann passiert etwas Entscheidendes: Du fährst nach Hause und gibst diesen Stimmen mehr Gewicht als deiner eigenen. Du machst die Meinung von Menschen, die ihre eigenen Träume aufgegeben haben, zum Maßstab für dein Leben.
Jedes Mal, wenn du dich bewegst, machst du die Stagnation der anderen sichtbar. Dein Mut macht ihre Angst spürbar. Deshalb machen sie dich klein. Das ist keine Bosheit. Das ist Selbstschutz. Aber es ist nicht dein Problem.
Und jetzt kommt der Teil, über den niemand spricht: Du hast dieses System nicht nur akzeptiert – du hast es verinnerlicht. Du trägst die Stallgasse in deinem Kopf mit dir herum. Selbst wenn du allein bist, hörst du die Stimmen. Du bewertest dich mit den Augen der anderen. Du zensierst deine eigenen Ideen, bevor du sie aussprichst. Du bist gleichzeitig Träumerin und Richterin – und die Richterin gewinnt jedes Mal.
Dieser innere Kritiker spricht mit den Stimmen deiner Vergangenheit, aber du hältst ihn für deine eigene Meinung. Und solange du das tust, brauchst du keine Stallgasse mehr, die dich kleinmacht. Du erledigst das selbst. Jeden Tag. Zuverlässig. Automatisch.
Die Frauen, die eine pferdegestützte Coaching Ausbildung machen und danach wirklich loslegen, haben nicht weniger Angst als du. Sie haben gelernt, die Stimmen von außen von ihrer eigenen inneren Wahrheit zu unterscheiden. Das ist kein Talent. Das ist ein Werkzeug. Und es ist lernbar.
Übung – der Maßstab-Check: Nimm die drei Menschen, deren Meinung dich am meisten bremst. Schreib ihre Namen auf. Und dann beantworte für jeden eine Frage: Lebt diese Person das Leben, das ich leben will? Wenn nein – dann ist ihre Meinung Information über sie, nicht über dich. Das heißt nicht, dass du diese Menschen abwertest. Es heißt, dass du aufhörst, deine Zukunft von ihrer Vergangenheit abhängig zu machen.
Lüge Nr. 5: „Ich bin zu spät dran – der Markt ist voll.“
Der Markt ist voll mit Angeboten. Aber er ist leer an dem, was du mitbringst.
Es gibt viele Angebote in der Pferdewelt. Und einige davon sind gut. Aber was es kaum gibt – und das sage ich nach über zwanzig Jahren in dieser Branche – ist echte psychologische Tiefe. Ausbildungen, die nicht nach einem Wochenende aufhören, sondern begleiten. Methoden, die erklären können, warum etwas funktioniert und nicht nur beschreiben, dass es sich gut anfühlt.
Der Markt braucht keine weitere Kopie von dem, was es schon gibt. Der Markt braucht Pferdemenschen, die ihre Arbeit ernst nehmen. Die ein Fundament haben. Die wissen, was sie tun und warum. Und das bist du – wenn du aufhörst, dich hinter dem Satz „Der Markt ist voll“ zu verstecken.
Aber warum erzählst du dir das? Weil es stimmt? Oder weil es bequemer ist als anzufangen? „Der Markt ist voll“ ist eine externe Erklärung. Du bist nicht schuld. Der Markt ist schuld. Die Branche. Instagram. Alles außer du.
Du vergleichst dich mit deiner eigenen Vorstellung davon, was du sein müsstest, um zu starten. Und diese Vorstellung ist ein Phantom. Sie wächst mit. Egal wie viel du lernst, egal wie gut du wirst – dein inneres Bild von „gut genug“ zieht immer mit. Es ist wie ein Horizont: Du gehst drauf zu, und er bewegt sich weg.
Die Frauen, die heute erfolgreich mit pferdegestütztem Coaching arbeiten, hatten nicht den perfekten Zeitpunkt. Sie hatten einen Moment, in dem sie gesagt haben: Ich fange an, obwohl ich Angst habe. Mit der Angst. Durch die Angst. Weil die Angst nie aufhört – du lernst nur, trotzdem zu handeln.
Übung – der Kategorie-Satz: Schreib auf: Was genau kann ich, das die meisten anderen in meinem Feld nicht können? Welche Kombination aus Erfahrung, Wissen, Persönlichkeit und Lebensgeschichte habe nur ich? Formuliere daraus einen Satz: „Ich helfe [wem] dabei, [was zu erreichen], weil ich [was mitbringe, was andere nicht haben].“ Dieser Satz ist mehr wert als jede Instagram-Strategie. Er zeigt dir: Du bist kein Duplikat. Du bist eine Kategorie für dich.
Was jetzt zählt
Fünf Lügen. Fünf Geschichten, die du gelernt hast. Von deinem Umfeld. Von der Branche. Von einer Kultur, die Pferdefrauen beibringt, dass sie dankbar sein sollen fürs Leiden – und bescheiden fürs Leisten.
Aber keine dieser Geschichten ist wahr. Du bist bereit. Deine Arbeit ist Geld wert. Dein Weg darf leicht sein. Die Meinung der anderen ist ihre Angst. Und der Markt wartet auf genau das, was nur du mitbringst.
Wenn du bei einer dieser Lügen gemerkt hast, dass sie dich seit Jahren begleitet – dann lass uns in einem kostenlosen Klarheitsgespräch herausfinden, welche Geschichte dich am meisten bremst und was der nächste konkrete Schritt ist.
Häufig gestellte Fragen
Warum halten sich Frauen mit Pferd beruflich selbst klein? Die häufigsten Ursachen sind unbewusste Glaubenssätze: Perfektionismus als Vermeidungsstrategie, die Überzeugung, dass Berufung kein Geld kosten darf, und ein inneres Setting, das Leichtigkeit als unseriös bewertet. Diese Muster fühlen sich an wie Vernunft, blockieren aber den beruflichen Fortschritt – oft über Jahre.
Kann man mit pferdegestütztem Coaching wirklich Geld verdienen? Ja. Der Unterschied liegt nicht im Talent oder Startkapital, sondern in der inneren Erlaubnis, für die eigene Arbeit angemessen bezahlt zu werden und in einer Ausbildung, die neben Methodik auch Positionierung und Geschäftsaufbau vermittelt.
Woran erkenne ich eine gute pferdegestützte Coaching Ausbildung? An drei Dingen: psychologische Tiefe statt Wohlfühl-Phrasen, eine strukturierte Methodik, die erklären kann, warum etwas funktioniert, und Begleitung, die über ein Wochenende hinausgeht. Die MindMirror® Coach-Ausbildung begleitet den gesamten Weg von der inneren Klarheit bis zur eigenen Praxis.
Was ist das MindMirror® 5-Schritte-System? MindMirror® arbeitet in fünf Schritten: Klarheit (eigene Muster erkennen), Stabilität (inneres Fundament aufbauen), Positionierung (eigene Haltung finden), Methodik (konkrete Werkzeuge erlernen) und Umsetzung (eigenen Platz schaffen). Die Methode verbindet psychologische Tiefe mit pferdegestütztem Coaching und über 20 Jahre Praxiserfahrung.
Für wen ist die MindMirror® Coach-Ausbildung geeignet? Für Frauen mit Pferdeerfahrung, die pferdegestütztes Coaching professionell und psychologisch fundiert ausüben wollen – ob als Karrierewechsel, Erweiterung einer bestehenden Praxis oder Aufbau eines eigenen Coaching-Business. Voraussetzung ist nicht Perfektion am Pferd, sondern die Bereitschaft, ehrlich auf dich selbst zu schauen.
Über die Autorin: Franziska Müller
Franziska Muüler ist Gründerin der Franziska Müller Academy und Entwicklerin der MindMirror Methode – einem pferdegestützten Persönlichkeitscoaching-System. Als Heilpraktikerin für Psychotherapie, systemische Aufstellerin, Reittherapeutin und NLP-Master verbindet sie psychologische Tiefe mit praktischer Präzision. Sie hat über 700 Coaches ausgebildet und begleitet Menschen dabei, das innere Bild zu verändern, auf das ihr Thermostat eingestellt ist – damit Spiritualität und Eigenverantwortung endlich zusammenwachsen.
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